Undakbarkeit und Überflussgesellschaft

Discussion in 'German' started by lelenja, Feb 26, 2007.

  1. lelenja

    lelenja Member

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    Also ich wollte einfach mal zu dem Thema diesem Thread eröffnen. Habe auch lange an einem verständlichen Titel überlegt aber mir ist kein besserer eingefallen.

    Es ist so, dass ich finde, dass ich einfach gewisse Dinge in meinem Leben nicht genügend schätze. Ich meine damit zum Beispiel meine Augenoperation. Es ist alles super gelaufen und ich sehe viel besser als füher und man sieht fast nichts mehr davon. Wenn man nicht weiss dass ich so eine Operation gemacht habe, denkt man meine Augen sind einfach etwas rot. Dabei haben sie mir vor der Op einen Zelttel gegeben mit dem, was nach der Op zu sehen sein könnte. Eigentlich müsst ich dankbar sein, dass ich diese Operation überhaupt machen konnte und dass es so gut geklappt hat, aber ich bin einfach zu undankbar. Ich denke immer alles ist selbstverständlich.

    So ist es auch mit anderen Dingen. Ich habe eigentlich "immer fast alles" bekommen was ich gerne gewollt habe. Wir leben in einer Überflussgesellschaft und Konsumgesellschaft. Wir können einfache Dinge wie die Gesundheit gar nicht richtig schätzen.

    Was denkt ihr darüber?
     
  2. ~grof~

    ~grof~ Member

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    klar, viele nehmen warmes wasser, dach überm kopf, heizung, kühlschrank etc für selbstverständlich hin ...

    das es das nicht ist und man dankbar sein darf für die alltäglichen dinge, daran kann man sich jeden tag neu erinnern.
     
  3. Green Shades

    Green Shades Beyond 355/113

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  4. Woodstock 69

    Woodstock 69 Member

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    da ist wider das problem das das genaze nicht nur undankbarkeit ist sondern eine art ausbeutung, krimminell könnte man sagen. denn was wir an überfluss haben, das haben andere menswchen nicht. das können sie ja garnicht besitzen, wenn wir es besitzen.

    also wenn ´man aber alles unter den menschen gleich aufteilen würde gäb das trozdem keine lösung, denn dann wäre die natur und die tiere, ... ausgebeutet was sie heutzutage auch sind. das heißt wird bereichern uns am leid anderer und dfas ist nicht in ordnung.

    dankbar wäre ich für etwas, von dem ich weis das ich es verdient hab, aber für luxus bin ich nicht dankbar, dafür bin ich höchstzens zornig, das ich in diese gesellschaft geboren bin und das es schwierig ist von den ganzen reichtümern loszulassen.

    wenn jeder das seine, ihm zustehende besitzen würde, dann würden wir zwar in der steinzeit leben und jede hätte nur gerade soviel wie er zum überleben braucht aber dann wäre alles gerecht aufgeteil und keiner würd den anderen wegen nichtigen gründen wie z.B. luxus ausbeuten oder gartöten.
     
  5. lelenja

    lelenja Member

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    Es gibt einen guten Spruch:
    Es gibt keine Oberwelt ohne Unterwelt.
    Wir hier in "Europa" können nur so gut leben und so billige Lebensmittel kaufen weil es gewissen Menschen auf dieser Welt schlecht geht und sie ausgebeutet werden.

    Ich habe mal einen Witz in der Zeitung gelesen. Da sitzt ein 55 jähriger ehemaliger Linker auf einem Sofa und sagt zu seiner Frau: "Früher wollte ich dass es allen gut geht. Heute bin ich bescheidener geworden. Es reicht, wenn es mir gutgeht."
     
  6. Pronature69

    Pronature69 Member

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    @ lelenja: Wenn es so wäre, wie Du sagst (daß Du es nicht zu schätzen wüstest), hättest Du diesen Thread nicht geschrieben ;-)


    @ Green Shades: Seeeehhr richtig, super!

    Vielleicht ist es ein unbewußter Selbstschutz der zu diesem Verhalten führt. Ich kenne einige Menschen, die sich den Verhältnissen offen stellen, aber leider damit nicht fertig werden und daran zerbrechen.
     
  7. lelenja

    lelenja Member

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    Hallo Pronature

    Manchmal erinnere ich mich daran, dass nicht alles selbstverständlich ist. Aber dann erwische ich mich immer wieder. Ich meine ich mache nicht wahnsinnig viel, dass diese Welt sich ändert. Und manchmal bin ich eine richtige Kapitalistin. Nur, dass ich mir dann im Nachhinein überlege, war das alles so richtig. Ich denke man muss einen Mittelweg finden der für einen selber okay ist. Wenn ich auf alles wofür ich moralische Einwände habe verzichten würde, würde ich konsequent leben. Aber ich schaffe es nicht und manchmal ist es auch okay so.
     
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