An Tagen wie heute ist mir alles zuviel. Eigentlich habe ich den ersten Samstag seit ein paar Wochen frei gehabt. Ich musste nicht abends zur Arbeit und außer zum Einkaufen nicht größer aus dem Haus. Aber da war doch Arbeit für die Uni. Viel zu viel sogar. Und auch diese Müdigkeit. Und auch das Nicht-so-recht-wissen-wo-ich-anfangen-soll. In dem Moment wär ich am liebsten kein Student mehr gewesen. Oder zumindest ein Mensch, der das dann alles gar nicht realisiert. Der dann nur rumhängt, ohne das zu bemerken. Oder einer, der dann ohne Hemmungen sich mit Alkohol zuschütten kann. Der einfach nicht merkt, dass er gerade nicht rauskommt aus seinem Loch. Jetzt ist der Tag rum. Ein ganz kleines bißchen was hab ich doch noch geschafft. Morgen wird hoffentlich wieder besser. Aber das mit dem freien Samstag, das muss ich irgendwie mal (wieder?!) üben...
Ich vermute wir haben im Moment eine schlechte Sternenkonstellation oder sowas (obwohl ich mich da nicht wirklich auskenne). Der Tag gestern hat mir auch meine gesamte Energie geraubt. Zum Glück waren meine Mutter und mein Hund zu Besuch und haben mich zum "Gassi gehen" vor die Haustür geschleift. Danach hab ich auch versucht etwas für die Uni zu lesen, aber ich kann dir nicht einmal mehr sagen, was drinnen steht. Am Abend hab ich mich einfach nur noch down gefühlt und hatte nicht einmal mehr Energie zum telefonieren (und das heißt bei mir wirklich was). Also vielleicht beruhigt es dich, dass andere auch gerade nicht aus ihrem Loch rauskommen (solange noch genug Fertigpizza im Kühlschrank ist) und es vielleicht an der allgemeinen Energielage hängt.
So was gibt's nicht nur in Deu... Sogar bei mir..)) frei hab ich luft, schon seit langem nicht geatmet.. Gestern hat meine beste Freundin angerufen.. Gleiche Situation hatte sie auch.. Herum uns fliegen schon Motten_so sie... ))) haben auf alles bespuckt... waren in unserem lieblingscafe.. san sousi.. tee mit rotwein...
Ja, im moment ist alles nicht so toll. Aber es gibt immer noch Hoffnung, Liebe, und auch Glaube, und das hilft sowohl bei den großen und kleinen Dingen des Lebens. Mensch, ich bin in letzter Zeit richtig religiös geworden. Nicht im Sinne von ich geh zur Kirche, aber daß ich einfach lerne, mich und meine Ängste aber auch Hoffnungen einer übergeordneten macht anzuvertrauen. Es gibt immer noch lichtblicke. Träume, die man geschenkt bekommt, und menschen die einen bestärken und für einen da sind.
Hmmm. Ich kann mich auch in Situationen erinnern - die aber auch schon eine Weile her sind - in denen ich mich dann einer übergeordneten Macht anvertraut habe. Das ganze ist schon ein paar Jahre her. Und da ich damals noch eher einen Bezug zum christlichen Glaube hatte, bin ich dann auch für eine Weile "in den Händen des Herrn" gelandet. Ich habe mich aufgehoben gefühlt. Inzwischen sehe ich dieses ganze Glaubenssystem viel viel kritischer. Und doch war da ja diese Erfahrung. Meine Wüstenreise hat mir das nochmal bestätigt. Ich konnte darauf vertrauen, dass alles gut ist, dass für mich gesorgt ist. Ob das nun ein Gott - welcher auch immer - oder aber das Sein an sich, die gesamte Existenz ist, ein göttliches Prinzip oder etwas ganz anderes ist, spielt für mich keine so große Rolle, als dass ich mich darüber streiten müsste. Viel gravierender finde ich, dass dieses Gefühl oder die Erfahrung leider immer wieder anfängt zu verblassen, so dass ich mich dann an solchen Tagen oder in bestimmten Momenten doch wieder ziemlich verlassen fühle. Und es ist nicht immer einfach, sich daran zu erinnern, dass bisher sovieles am Ende doch gut geworden ist - selbst wenn es zwischendurch so gar nicht danach aussah.
Darauf vertraue ich auch im Moment. Ich könnte mich aus Angst vor dem wie andere Menschen im Moment mein Glück bestimmen hinterm Ofen verstecken. Gestern war ich seit langem sogar mal wieder in der Kirche. War irgendwie beruhigend, auch wenn es mich gefühlsmäßig ziemlich aufgewühlt hat.
Hab auch vor 2 wochen bei meine Pastor, ein Bekannte von mir, der schon monch ist, hat an diesem Pastor errinert... Das hat irgendwie ein Stoff gegeben, in der Kirche zu gehen... War wirklich beruhigt, nach 4jaehrige Pause.. Hab aber keine Beicht gesagt.. Das braucht auch Zeit, man soll wirklich fuehlen das man dafuer schon vertig ist.. P.S bin orthodoxin, und davonaussgehend, ist fuer uns die Beichte besonders wichtig.. wie ist es bei euch?
Ich bin evangelisch getauft, konnte (oder musste) also nie zur Beichte gehen. Abgesehen davon hab ich mit der Kirche - wie gesagt - nicht mehr viel am Hut. Auch meine Familie musste sich dran gewöhnen, dass ich dann auch an Weihnachten nicht mehr mit in den Gottesdienst komme. Aber irgendwie finde ich das dann auch konsequenter als eben nur dieses eine Mal zu gehen, weil man das halt so macht oder so. Letztes Jahr war ich z.B. in der Zeit bei meiner Oma im Pflegeheim. Ich denke, das werde ich dieses Jahr genauso halten. Problematisch wird das alles nur nochmal, wenn dann in etwas mehr als einem Jahr meine Schwester zur Konfirmation geht. Da muss ich mal noch überlegen, wie ich das mache.