so grausam. so eine verdrehte welt. warum nur müssen immer wieder alle diese menschen sterben, für einen krieg, der nicht gewonnen werden kann?
Weißt Du, ich hab die Namen gelesen, im Internet die U-Bahnstationen gesehen, wo die Bomben hochgegangen sind (oder auf dem Weg dahin zumindest). Und dann eine Karte im WWW, wo man das Dreieck richtig sehen konnte zwischen King's Cross, Russel Square und Liverpool Street. Zu wissen, dass ich genau dort selber war, als ich das letzte Mal in London war, das geht mir ziemlich nahe.
als ich heute morgen aufgestanden bin, habe ich zum ersten mal davon gehört. da hieß es noch "explosionsartig" und "unklar, ob es sich dabei um eine bombe oder einen zusammentoß zweier ubahnen handelt". dann hat es soooo lange gedauert bis es detailliertere informationen gab. und nun also wieder mal al-quaida. ich kotze. ist es nicht einfach nur feige? können die sich nicht mal um ihren eigenen scheiss kümmern? man, das macht mich wütend!
Auch wenn es Politik ist, hat mir eine Geste gut gefallen, von der ich gerade gelesen habe: Der Pariser Bürgermeister, gestern noch London bei der Bewerbung um Olympia 2012 unterlegen, wird mit den Worten zitiert: "Heute sind wir alle Londoner." Und gestern hat man noch davon geredet, dass da ordentlich geschimpft werden würde. Aber auch bei solchen kleinen Schimmern, Trauer und Ohnmacht bleiben...
aber das ist doch letzten endes auch nur blabla und taktiererei. aber das problem wird nicht wirklich angegangen werden, denke ich.
ich frag mich aber auch shcon die ganze zeit wie so ein problem angegangen werden sollte....................
Hm. Eine 100%-Lösung gibt es da wohl nicht. Zwei Faktoren würde ich dabei wichtig finden: 1. Der Israel-Palästina-Konflikt. Da kann man ja tagtäglich sehen, wie es zu Anschlägen kommt. Palästinensische Widerstandskämpfer vergleichen "ihre" Selbstmordattentäter mit der F-16 der Armee. Das zeigt zum einen, welche Fähigkeit diese menschlichen Waffen haben, dass man sich darüber auch bewusst ist, aber vielleicht auch, wie es dazukommt: Reaktion auf Ohnmacht, weil andere Formen des Widerstands nichts oder nicht genug bewirkt haben. Das zweite würde ich in der globalen Situation sehen, in Armut auf der einen Seite, unserem Reichtum auf der anderen Seite, der mindestens zum Teil auf Kosten der Armen zustande kommt. Dazu dann eine Globalisierung in der Form, dass vom "Westen" aus nicht nur Freiheit oder Demokratie verbreitet werden, sondern über Coke und McDonalds auch einiges mehr an Kultur. Hier liegen denn vielleicht auch Ansätze. Zum einen ein ernsthafter Einsatz zur Lösung dringender Konflikte weltweit - und zwar in der Form, dass dabei nicht unsere Interessen im Vordergrund stehen, sondern die der Menschen, die es betrifft. Und zum anderen eine langfristige Antwort auf die weltweite Verteilung von Wohlstand, von Rohstoffen wie Öl, aber auch von Wasser und anderen lebenswichtigen Ressourcen. Nur davon sind wir alle und auch die Politik noch ziemlich weit weg. Naja, und deswegen können wir vielleicht auch hier was tun, wir alle, jeder für sich und auch zusammen. Es geht dabei um Verständigung und Verständnis, um Gerechtigkeit und Solidarität. Dafür können (und müssen?) wir auch hier was tun. Denn was schon im eigenen Umfeld nicht funktioniert, wird wohl kaum international und weltweit gegen Widerstände ankommen. Was ich mir vorstellen könnte: das ganze muss gar nicht politisch gelöst werden, kann vielleicht sogar nicht so gelöst werden. Vielleicht muss es überall auf der Welt auch im kleinen gelöst werden, zwischen und in den Menschen. Dann geht es um Respekt, um Liebe, Freiheit - und um Glücklichsein für uns alle.
*desillusioniert seufz* Hast ja recht. Aber da wir die nicht alle finden werden, bevor sie ihre Pläne ausführen können, müssen wir UNS auf andere Weise helfen.
auserdem sollen die ich wenn an den politikern auslassen und nicht an irgendwelchen leuten, die nichts damit zutun haben
Für mich ist die zentrale Frage, wie lange die Menschen es noch schaffen, sich nicht selbst zu zerstören. Nur noch eine Frage der Zeit...
@heaven: die menschen zerstören sich in meinen augen bereits selber. und sie kapieren einfach nicht, dass sie bei sich selber anfangen müssen und dass der islam bzw. dieser radikale islam nur eine ausgeburt menschlichen denkens und handelns ist, und nichts weiter. soll daran etwas geändert werden, müssen die menschen bei sich anfangen. @yinyang: ich finde das ein wenig problematisch, wo du da ansatzpunkte siehst. die vergewaltigung einer religion und der daraus resultierende terror ist sicherlich auch im nahost-konflikt vorhanden. aber daran etwas zu ändern ändert den fundamentalistischen islam nicht. ich sehe darin eher die gefahr einer bestärkung.
@Anjee: Bestärkung? Das verstehe ich jetzt nicht. Den Fundamentalismus kann man so - aber eigentlich gar nicht - ändern. Aber wenn die Umstände anders sind, verliert er an Zulauf, würd ich mal behaupten. @Heaven: Einerseits verstehe ich Dich. Die Menschen tun sich selbst keinen Gefallen. Aber irgendwie find ich das doch zu pessimistisch. @Woodstock: Politiker sind auch Menschen!
@YinYangFish: ja aber ich wollt sagen, dass die das nicht an irgendwechen leuten auslassen sollen, die damit nichts zu tun haben
Selbst wenn sie wie die Politiker damit was zu tun haben, ist das keine Rechtfertigung. Ich finde, da darf man keine Ausnahmen machen. Mensch bleibt Mensch. Wenn das nicht ganz klar eingehalten wird, dann kommen da die schlimmsten Sachen bei raus! (Schau Dir die Geschichte der Menschheit doch mal an.) Was - und das muss man wohl auch dazu sagen - nicht heißt, dass die Politik alles richtig gemacht hat und so weitermachen soll wie bisher. Wir brauchen in der ganze Sache langfristig andere Maßnahmen als bloßes Sicherheitsdenken. Entwicklungshilfe aufstocken wird vermutlich auch nicht reichen.
*seufz* Klar brauchen wir Frieden. Aber der fällt nicht vom Himmel! Für den muss man was tun. Nur was, scheint keiner so recht zu wissen.
Hm. Schwere Frage. Ich würd mal sagen: "Ja, aber das versetzt nunmal keine Berge." Ich versuche das, was mir in meinem Leben an Konflikten mit anderen begegnet so auszutragen, dass man sich dabei verständigt, um zu einer gemeinsamen Lösung zu finden. Das hilft im großen Rahmen erstmal nicht viel. Aber wenn jeder das versuchen würde, dann kämen wir alle nach und nach ein Stück weiter.