Gestern abend beim Einschlafen habe ich nachgedacht: über die Menschen und ihr Verhalten. Auf mich wirkt er, als sei er blind, nicht nur einer von uns, sondern wir alle. Was wissen wir schon vom Leben? Theoretisch so viel. Aber im praktischen Umgang miteinander hilft uns die viele Theorie, das ganze Wissen oft nicht weiter. Wir sind dann nicht so ganz sicher: Was soll ich nun tun? Was soll ich sagen? Wie soll ich´s sagen? Verstehe der andere mich und verstehe ich ihn? Was ist passend, was ist angemessen? Wir sind blind, tasten uns voran, manchmal hier ein kleiner Schritt mit Vorsicht, manchmal dort. Wir tasten und fühle, ob es trägt, ob wir uns stossen. Oder wir probieren einfach und halten es aus uns zu stossen. Und doch: Vergessen wir nicht oft, dass die anderen auch so sind wie wir? Wenn wir plötzlich gestossen werden? Dann denken wir an Absicht, an Böswilligkeit, Gemeinheit, Unverschämtheit. Dabei könnte es doch auch sein, dass der andere, der uns gestossen hat, in Wirklichkeit genauso blind ist wie wir! Er hat vielleicht getastet. Oder auch mehr gewagt und ist mit uns zusammengestossen. Nicht, weil er böse war, sondern weil er genauso blind war wie ich.
Bei wirklich tiefer Betrachtung der menschlichen Geschichte bleibt nur Weinen oder Lachen - und ich lache lieber. -John Adams-
wie man es nimmt: die welt ist perfekt oder vielleicht besser vollkommen. Dazu gehören positive wie negative entwicklungen, stärken wie schwächen, sonne wie regen, nacht wie tag. es liegt an uns, an jedem einzelnen, damit umzugehen. das wir das nicht immer so schaffen, wie wir uns das vorstellen, ist klar. aber selbst das gehört vermutlich zu dieser vollkommenheit und den in ihr enthaltenen schwächen dazu. auch wenn das für mich ein wenig schwer zu begreifen ist manchmal.
positiv und negativ sind resultate eines denkenden, urteilenden verstandes. die welt feiert sich, jeden tag aufs neue. die vögel feiern sich in den bäumen. denen ist es scheissegal, was mr. bush so treibt. sie singen trotzdem ihr lied. davon kann man sich manchmal eine scheibe abschneiden. leiden und unglück ist die wahl eines jeden selbst. ich meine damit keineswegs materielle armut, nur, damit das niemand falsch versteht. aber wer kann denn heute noch von sich sagen, dass er glücklich ist? trotz gesellschaft, staat und steuererklärung? die welt ist für mich so vollkommen, wie sie unvollkommen ist. das sind zwei seiten derselben medaille, polaritäten, die sich gegenseitig bedingen. glücklichsein ist einfacher, als man denkt. was uns davon abhält, ist unser kopf. so sehe ich das. Anjee
Eigentlich schon.... weist du wo liegt Georgien? im kaukasus, am schwarzen meer... zwischen tuerkei und russland... aber wir sind orthodoxen... http://de.wikipedia.org/wiki/Georgien wie ich verstanden habe daran interessiertest du oder?