hmmm okay, wo ist unsere linkliste wenn man nicht gleich einen neuen thread aufmachen möchte? jedenfalls hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,359122,00.html befindet sich ein artikel über einen neuen atlas der uno, der satellitenfotos von früher und jetzt vergleicht und dabei die umweltzerstörung durch den menschen sehr beeindruckend zeigt. guckt euch die fotos an! ganz schön traurig
Zu ergänzen wären in fünf Jahren Bilder von den Fildern. Wenn wir nicht irgendetwas an der Wirtschaftsweise des Menschen nachhaltig ändern können, dann bläst er sich demnächst das Lichtlein aus. Wir haben jetzt sehr viel mehr Technologie als vor Jahren, aber wenn wir sie nicht sinnvoll anwenden, dann ist das unvermeidlich, wir müssen endlich wieder lernen zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zurückzukehren. So etwas gab es bereits - in Europa. Und dass macht den heutigen Zustand unerträglich.
genauso wie mit dem öl keiner kümmert sich darum, dass das öl bald aus ist aber verschwendet es einfach so die politiker reden zwar immer davon, dass etwas getwan werden müsse aber keiner tut was auser die preise anzuheben
Naja, man kann was tun: z.B. zu ökostrom wechseln (mal nachrechnen lassen unter www.verivox.de - das muss gar nicht so viel teurer sein), mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn fahren und und und. Es muss eben nur gemacht werden. Und wenn dann jemand damit Geld verdienen kann, dann wird es auch mehr werden!
Wenn sich unsere dämlichen politischen Hauptverantwortlichen endlich mal auf eine Politik der Nachhaltigkeit einließen, aber das geht wohl nur in Merkantilismen. Warum schafft es denn bitte ein Colbert im 17. Jahrhundert zu erkennen, dass bei dem seinerzeitigen Holzeinschlag für den Schiffsbau bald kein Baum mehr in Frankreich stehen wird, so dass er also den Befehl erteilt, 100000 neue Bäume zu pflanzen, damit sie etwa 75 Jahre später zur Verfügung stehen? Das wäre jedenfalls lange nach seiner Zeit. Was geht nur ab bei uns? @YinYangFish Gute Ansätze, aber: Es ist leider völlig egal, was man als Privatperson betreibt, solange alle Großen Mist bauen.
@GreenShades: Danke für das Kompliment. Aber es ist nicht egal! Selbst wenn die Großen Mist bauen, Kleinvieh macht auch Mist. Und wenn das Kleinvieh weniger Mist macht, ist das schonmal ein Fortschritt, der vielleicht irgendwann dann Signalwirkung für die Großen hat. Oder aber das Kleinvieh merkt dann selber, dass die Großen Mist bauen und schaut ihnen genauer auf die Finger, indem es z.B. ökologisch korrekte Produkte einkauft (BIO, ohne Tropenholz, Recycling-Papier usw.) und so die Mistbauer auf Dauer ins Leere laufen lässt. Schau Dir die Bio-Branche an: Was ganz klein angefangen hat bei einzelnen, schlägt inzwischen Wellen, die auch manchen Großen zum nachdenken bringen (z.B. Bio-Eigenmarken der Supermarketten). Und selbst wenn es alles doch "nichts" bringen sollte: Wenn andere Fehler machen, ist das für mich noch kein Grund, den selben Fehler zu machen, nachdem ich das bemerkt habe und die Möglichkeit habe, es zu ändern, oder?!
Ich rede nicht davon, Fehler anderer zu imitieren. Aber ob du nun Tropenholz (ein sehr gutes Beispiel) im Haus verbaust oder nicht, wird an der schwarzen Rodung im z.B. südamerikanischen Urwald leider nichts ändern. Dennoch solltest du natürlich kein Tropenholz benutzen. Das Problem ist, dass all unsere politischen Repräsentanten schamlos dabei versagen, da einzugreifen, wo sie es könnten. Auch die Grünen haben ihren tollen Reden nur bescheidene Taten folgen lassen. Das nervt! Anderes Beispiel: See-Reservat der Kanarischen Inseln. (Ist vor einem Jahr über Arte gelaufen) Diese Schutzzone ist vor einigen Jahren eingerichtet worden, um den Artenreichtum der dort vorhandenen Meeresfauna am Leben zu erhalten. Die lokalen Fischer hatten allerdings keine Probleme damit, denn der Fang war nach wie vor für lokale - und nachhaltige! - Methoden erlaubt. Die Fangquoten wurden ein paar Jahre nach Verbannung großer Fangflotten sogar besser, und ohne die Populationen zu dezimieren, die sich weiterhin erholten. Nun haben allerdings die großen Fischereiunternehmen bei ihren Politikern im letzten Winter erzwungen, wieder dort fischen zu dürfen, nachdem ausserhalb des Reservats die Fangquoten sanken. Die Population sinkt wieder enorm. Ich frage mich, ob das wirklich eine sinnvolle Wirtschaftsweise ist, die gleichzeitig Ressourcen zerstört und Fangquoten reduziert, dafür aber die momentane Spitzenleistung eine Verdreifachung erfahren lässt - für lediglich eine Saison. Da kann der Verbraucher nichts daran ändern, denn Fischprodukte lauern gar dort, wo man sie gar nicht vermutet (etwa in Feuchtigkeitscremes oder Hühnerfutter oder oder oder...), so dass jegliche Einflussnahme über den Markt glanzlos verpufft! Die Annahme, dass ein freier (unkontrollierter) Markt demokratische Ergebnisse erzielt ist eine Desinformation, denn ein solcher Markt ist intransparent und damit natürlich unnutzbar für alle, die keinen Überblick über seine tatsächlichen Strukturen haben (Konsumenten).
*grübel* Du hast wirklich interessante Einwände gebracht Ich glaube, mir ist jetzt klarer, worum es Dir eigentlich ging. Nämlich darum, dass die Politik manchmal eingreifen müsste, es aber nicht oder nur unzureichend tut, stattdessen sogar glatt genau das falsche tut. Dem stimme ich gerade nach dem, was Du jetzt geschrieben hast, umso mehr zu. Klarstellen will ich nur, dass ich nicht glaube, dass die VerbraucherInnen beliebig in ihrem (hoffentlich positven!) Sinne Einfluss auf den Markt ausüben können. Natürlich ist hier auch die Politik gefragt, die sich aber viel zu oft von starken Lobbygruppierungen über den Tisch ziehen lässt. Aber dennoch sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher - sprich: wir alle - die Möglichkeiten, die sie haben, auch nutzen! Dass sie dabei fast gar keinen Einfluss auf das politische System und dessen Fehler nehmen können, ist klar. Unklar ist aber, wie denn eine Lösung für diese Probleme aussehen könnte. Zumindest kenne ich kein Rezept, wie man den Einfluss der Demokratie auf die Märkte und ihre oft genug krankhaften Ergebnisse stärken könnte bzw. die Kontrolle verbessern. Vielleicht wäre es ja möglich, die Wirtschaft an den Kosten zu beteiligen, die sie durch ihren Raubbau verursacht. Wenn die Fischer für die Schäden aufkommen müssten, die sie verursachen, würden sie sich vielleicht anders verhalten. Wenn die Energiewirtschaft auch die Kosten für Bau von Großkraftwerken oder die Entsorgung von Atommüll und den Abbau von AKWs übernehmen müsste, wäre sie vielleicht auch aufgeschlossener gegenüber regenerativen Energiequellen (siehe dazu z.B. hier). PS: Dass die Grünen sicher nicht alles erreicht haben, was möglich war, aber vielleicht doch viele gute und wichtige Schritte anregen konnten, soweit das mit der SPD und den wirtschaftlichen Bedingungen möglich war, will ich hier zum Schluss nur andeuten und ansonsten nicht weiter vertiefen. PPS: Nachdem ich soviel geschrieben habe, ich will ich doch nochmal betonen, was mir am wichtigsten ist: Klar ist, dass es viel an anderen zu kritisieren gibt, das die ändern müssen. Aber: Jede(r) einzelne kann auch was tun - und soweit er/sie sich das leisten kann, sollte er/sie das auch machen. Jeder noch so kleine Schritt hilft, die Welt zu verändern!
Ich verweise auf den Neuwahlen-Thread. Du wirst unter den gegenwärtigen Umständen nie erreichen, dass sich ein Unternehmen an irgendwelchen Kosten beteiligt, gerade im Umweltbereich und gerade heute, wo es Länder gibt, die erstens nach Kyoto höhere "Schadenstoleranzen" haben und zweitens sowieso so arm sind, dass sie ihre Natur auch noch freiwillig prostituieren. (Ein Motiv für viele, diese Armut zu erhalten.) Wusstet ihr schon, dass man sich in so manchem chinesischen Fluss nicht baden sollte, da man sonst das Risiko einer mit Sicherheit eintretenden massiven Verätzung eingeht? (National Geographic vor etwas mehr als einem Jahr.) Und wenn du Maßnahmen gegen undurchsichtige Konzerne ergreifen willst, wird dir auch die superschwachsinnige WTO in ihrem Wirtschaftsdarwinismus auf's Dach steigen: An den Terms of Trade rütteln, die die Starken aufgestellt haben? Unmöglich, und Wehe legt man Hand an ein großes Unternehmen, egal welche Schäden es verursacht! Die WTO wird aber mit Sicherheit nicht eingreifen, wenn eine Messegesellschaft mit staatlicher Unterstützung Kleinbauern auf den Fildern enteignet. Und so werden wir alle mit Volldampf in die Katastrophe galoppieren, wenn wir nicht die Umstände korrigieren. *** Diese Diskussion ist nebenbei bemerkt mehr als ökologisch, sie ist wirtschaftsethisch, da sie nicht nur natürliche, sondern auch menschliche Ressourcen betrifft.
warum sollten sich unternehmen auch an kosten beteiligen unternehmen sind nur auf das geld aus auch wenn sie es für irgendeinen guten zweck vorgeben auszugeben. wie z.B.bei der zahn pasta, wo 1 cent von einem euro den sie dabei verdienen an kinder in afrika geht. die unternehmen machen sowas nur um geld zu verdienen
Also ich empfand viele der Bilder zwar als traurig, weil das Grün dem Grau weichen musste, aber in etlichen Fällen hier - war ich kaum erschüttert und fand einige Bilder auch gar net sooo schlimm. Las Vegas beispielsweise, ist eine absolute Ausnahme, wahrscheinlich eine der am schnellsten wachsenden Städte übwerhaupt. Südspanien, okay das Grau/Weiss der Gewächshütten is nich so toll, aber wo mehr Menschen sind, werden auch mehr Lebensmittel gebraucht, Alternativen bringen in der Regel auch Nachteile mit sich. China, ja für mich normal, dass dort sich das Land vergrößert durch Mitbringsel des Huang He... Für mich traurig war in der Tat schon die Gegenüberstellung des Regenwaldes nahe Paraguay...da war eine enorme Veränderung von Wald in Wohngebiete erkennbar, sicher verursacht durch irgendeinen Naturausbeutungswahn Anfang der 80er... doch versetzt in die oft ausweglosen Situationen der armen Leute, ist es wahrlich ein Riesendilemma, das nur ein einflussreicher, finanzkräftiger (is übrigens das gleiche) Bund zwischen vielen "reichen" Staaten zu lösen im Stande ist(vielleicht). ________________________________________ PeAcE!!!
Genau das meine ich. Den Armen bleibt nichts anderes übrig, aber genau weil so ein Bund der "reichen" Staaten sich die Terms-of-Trade so hingebogen hat, dass nichts mehr zu machen ist, und warum auch. Die Konzerne profitieren eben von Wertstoffen zum billigsten Preis. Lösen kann dieses Problem nur so etwas wie - um Mal anzufangen - ein Schuldenerlass für Entwicklungsländer.
ja das wäre gut mit einem Schuldenerlass für arme länder dann wäre es ein wenig färer gegenüber den armen ländern wenn wir ihnen ein bisschen von dem geld geben, dass wir ihnen genommen haben
Das allerdings kann ich nur unterschreiben. Die Flüsse in China in der Nähe von Städten sind die reinsten Müllhalden. Wie in fast allen ärmeren Staaten ist die Kultur und einfache Lebensweise der Menschen zwar fastzinierend, aber gleichzeitig ist das Problem der Umweltverschmutzung allgegenwärtig, weils dort einfach wichtigere Dinge gitb für die Menschen. Das Problem is doch mittlerweile, dass diese ganzen Schulden und so weiter doch nur noch imaginär sind, es stecken doch kaum wirklich reale Dinge hinter diesen Zahlen.
Na man kann sie nur noch in imaginären Zahlen ausdrücken, das vielleicht. Aber durch diese Verschuldung wurde eine angemessene Entwicklung dieser Länder verhindert - ganz bewusst. Wie das funktionieren konnte erkläre ich ein andermal, wenn ich ein bestimmtes Diagramm wieder ausgegraben habe.